Speiseöl und Fett entsorgen – es existieren verschiedene Lösungen

Wenn der Duft frisch frittierter Pommes Frites in der Luft liegt, stellt sich der große Hunger ganz von allein ein. Da wundert es nicht, dass immer mehr Haushalte eine eigene Fritteuse nutzen.

Speiseöl entsorgen

Spätestens, wenn die Schnitzel nach dem Fischfilet von letzter Woche schmecken, hört der Spaß auf und es stellt sich die Frage: Wie ist Speiseöl zu entsorgen?

Vom richtigen Umgang mit altem Speiseöl

Für Haushalte und Gewerbe existieren unterschiedliche Vorschriften zur Entsorgung von Fetten und Ölen. Für Restaurants ist zum Beispiel ein Fettabscheider in der Abflussanlage vorgeschrieben, behelfen sich derweil Haushalte nach bestem Wissen und Gewissen.

Leider, gelingt die Entsorgung von Speiseöl nicht immer vorbildlich. Bei Verstößen drohen empfindliche Strafen.

Speiseöl entsorgen: der falsche Weg

  • Mancher mag denken, dass altes Öl in der Biotonne gut aufgehoben ist. Das ist ein Irrtum. Obwohl es sich beim Speiseöl um ein Lebensmittel handelt, richtet es auf dem Kompost oder in der Biotonne mehr Schaden als Nutzen an: Öle – gleich welcher Art und Herkunft – zersetzen sich nicht!
  • Der Abfluss ist ebenfalls der falsche Ort. Auf diesem Weg gelangt das Öl ins Abwasser und führt spätestens in der Kläranlage zu erheblichen Problemen. Die erleben Sie selbst, wenn Sie mehrfach Fette in die Kanalisation einleiten: Über kurz oder lang setzen sich die Rohre zu und der Abfluss ist verstopft.
  • In der Landschaft haben Speiseöle erst recht nichts zu suchen: Sie könnten bis ins Grundwasser vordringen.

So entsorgen Sie Speiseöl richtig

  • Entsorgen Sie Speiseöl in den Restmüll. Damit gelangt es in die Verbrennung, wo es als wertvoller Energieträger die Leistung der Anlage verbessert.
  • Füllen Sie das Speiseöl dafür in dicht schließende Gefäße ab. Um Flecken zu vermeiden und damit die Mülltonne sauber bleibt, geben Sie den Behälter in eine Papiertüte.

Sammeln Sie größere Mengen

In manchen Regionen sammeln spezielle Busse der Müllabfuhr Problemstoffe ein. Erkundigen Sie sich, ob Sie dort ihr gesammeltes Speiseöl entsorgen können. Sonst ist die Annahme auf praktisch allen Recyclinghöfen möglich.

Fördern Sie den umweltgerechten Verkehr

Statt mit Diesel fahren Autos auch mit Speiseöl. Wenn Sie es nicht in den eigenen Tank schütten, suchen Sie nach einem Abnehmer. Bei dieser Art der Entsorgung riechen sogar die Auspuffabgase lecker.

Zusammen mit Katzenstreu entsorgen

Größere Mengen und kein Gefäß zur Hand? Kein Problem mit einer Tüte Katzenstreu. Einfach oben aufschneiden und das flüssige Öl hineingeben. Die feste Papierverpackung hält zuverlässig und das Öl ist gebunden. Dann in den Restmüll entsorgen. Zwar steigt die Müllmenge insgesamt, dafür geben Sie jedoch kein Plastik in den Restmüll, das in den gelben Sack gehört.

Bußgeld droht

Die unsachgemäße Entsorgung von Speiseöl ist in allen Fällen umweltschädlich. Das ahnden die Bußgeldkataloge der Länder uneinheitlich. Es drohen unterschiedliche hohe Strafen, die je nach Menge gestaffelt sind. Schon ab einem halben Liter Speiseöl, fällt ein Bußgeld an. Bei 1 Liter liegt es schon höher und mit mehr als 2 Liter ist nächste Stufe erreicht.

Richtig teuer wird es bei größeren Mengen. Hier fallen schon einmal Bußgelder in dreistelliger Höhe an.

Speiseöl entsorgen: die Kosten

Im föderalen Staat legt jede Kommune eigene Preise fest. Mancherorts ist die Annahme in haushaltsüblichen Mengen kostenfrei und Gewerbe entsorgen ihr altes Speiseöl kostenpflichtig.

Speiseöl und Müllvermeidung

Noch besser als verbrauchtes Speiseöl zu entsorgen, ist es, die Haltbarkeit zu verlängern. Während Frittierfett zu viele verschiedene Aromen annimmt und nach mehrmaligem Nutzen ungenießbar wird, fristen andere Öle ein trauriges Dasein im Licht. Das nämlich setzt den kostbaren Inhaltsstoffen kräftig zu. Die dunkle Lagerung in einer kühlen Speisekammer verlängert hingegen die Haltbarkeit.

Beachten Sie auch erst in zweiter Linie das angegebene Mindesthaltbarkeitsdatum. Viele Öle sind über dieses Datum hinaus genießbar. Eine einfache Geruchs- und Geschmacksprobe auf einem Stück Weißbrot bringt es an den Tag.

Speiseöl weiter verwenden

Öle eignen sich hervorragend zur Möbel- und Schuhpflege. Sie können altes Speiseöl einfach nutzen, statt es aufwendig zu entsorgen.

Besonders schnell verfällt Leinöl, das als eines der wenigen Speiseöle zur längeren Haltbarkeit im Kühlschrank lagert. Dennoch ist nach rund 6 Monaten mit einem ranzigen Geschmack zu rechnen. Wegschmeißen? Nein, das Leinöl ist ein hervorragendes Öl für Hölzer und kann die Arbeitsplatte aus Echtholz beinahe wasserdicht ausstatten.

Olivenöl ist für seinen Einsatz als Holzpflegemittel vor allen in den Ursprungsländern der Olive bekannt. Der hölzerne Gartenstuhl oder der unbehandelte Balkontisch profitiert auch hierzulande von dem pflegenden Öl.

Die Verantwortung der ordnungsgemäßen Entsorgung

Die nicht ordnungsgemäße Entsorgung gilt als Verstoß und ist mit Bußgeldern in bis zu dreistelliger Höhe belegt!

Speiseöl gehört in den Restmüll. Im Biomüll führen Öle und Fette zu Problemen, weil sie sich nicht zersetzen. Ebenso im Abwasser: Hier schaden die Fette den Rohren, wenn sich das Öl an den Wänden festsetzt und zur Verstopfung führt.

Gut, dass Speiseöl zu entsorgen umweltgerecht und oft kostenfrei möglich ist. Zum Beispiel eignet es sich als Möbelpflege oder dient in Motoren als Kraftstoff. Noch besser ist es natürlich, Müll zu vermeiden. Dunkel und kühl gelagert hält Speiseöl länger.

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