Olivenöl: Eine typische Spezialzutat der mediterranen Küche

Olivenöl ist nicht nur besonders gesund, sondern auch besonders schmackhaft. In den Kochsendungen wird Olivenöl daher hoch gelobt, während es in den Gesundheitsforen als Geheimwaffe gegen allerlei Hautirritationen und andere Beschwerden gilt.

Doch was hat es mit dem goldenen Saft wirklich auf sich? Wie wird Olivenöl eigentlich hergestellt und gewonnen, wo genau und wie gesund ist das Öl aus dem Mittelmeerraum? Wir klären Sie nun genauer auf.

Eigenschaften von Olivenöl und deren Herstellung

Olivenöl ist ein sogenanntes Superfood. Sehr gesund und ideal zum Kochen. Immer wieder heißt es, dass Olivenöl vorbeugend gegen allerlei Erkrankungen wirkt und grundsätzlich positiv für den allgemeinen Gesundheitszustand ist. Grund dafür ist die Zusammensetzung der Fette.

Geschmacklich ist es deutlich auffälliger, als ein vergleichsweise eher neutrales Sonnenblumenöl. Es besitzt also einen durchaus kräftigen Eigengeschmack, der als fruchtig herb beschrieben werden kann. Besonders für frische Salate und Kaltspeisen, ist das perfekt. Ein paar Tropfen Olivenöl, schon schmecken die Gerichte, um Klassen besser.

Anbaugebiete von Olivenöl

Der größte Produzent von Olivenöl ist Spanien. Über eine Million Tonnen Olvenöl, werden dort jährlich produziert. Das ist wirklich enorm viel. Abgesehen von Spanien, dürfte den meisten Menschen bekannt sein, dass Italien ein klassischer Olivenölproduzent ist, ebenso wie Griechenland.

Oliven Anbaugebiet

In kleineren Mengen, gelangt Olivenöl mittlerweile auch aus der Türkei, Tunesien oder gar Portugal nach Deutschland. Hier befinden wir uns aber eher im Bereich von ungefähr einhundert Tonnen, also lange nicht so viel, wie die oben genannten Länder.

Gewinnung von Olivenöl

Olivenöl ist vergleichbar mit Wein. Die Qualität einer Olive, wird daher von ihrer direkten Umwelt, dem Boden, dem Wetter und weiteren Bedingungen beeinflusst. Auch der Zeitpunkt der Ernte, ein perfekter Reifegrad und vieles mehr, spielen dabei eine wichtige Rolle, für die spätere Qualität.

Im Herbst beginnen die Oliven zu reifen, am Ende des Jahres haben sie dann ihre schwarze Farbe. Grüne Oliven stammen von derselben Pflanze wie schwarze Oliven, sie werden nur früher geerntet. Olivenöl aus grünen Früchten, ist deutlich säuerlicher und wird als fruchtiger beschrieben.

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Sind die Oliven geerntet, sollten sie möglichst zeitnah in die Ölmühle gelangen. Dort werden sie gewaschen, von Blattwerk und Ästen befreit, um dann in der Mühle weiter bearbeitet zu werden. Damit der Ertrag von dem Olivenöl größer ausfällt, wird der Matsch, der nach dem Mahlen übrig bleibt, abermals geknetet und gepresst.

Hier kommt es nun zu der berühmten Kaltpressung. Beim Kneten wird der Brei erhitzt. Erreicht er dabei nicht über 27 Grad Celsius, ist das Olivenöl kaltgepresst. Zwar könnte Olivenöl noch kälter gepresst werden, doch je wärmer der Brei ist, desto mehr Öl kann aus ihm gewonnen werden.

Das Problem für die Produzenten: Wird der Brei höher erhitzt, kann mehr Öl gewonnen werden, welches dann aber eine geringere Qualität aufweist. Ist er hingegen zu kalt, wird zu wenig Öl gewonnen. 27 Grad stellen also die Grenze zwischen Wirtschaftlichkeit und Geschmack dar.

Aus den Resten, die nach all dem übrig bleiben, wird noch sogenanntes Tresteröl hergestellt. Das ist kein natives Olivenöl, sondern ein Öl von minderwertiger Qualität.

Güteklassen von Olivenöl

Ganz oben stehen Natives Olivenöl extra und Olivenöl extra vergine. Das ist die höchste Qualität und Güteklasse. Die Temperatur von 27 Grad darf bei der Pressung nicht überschritten werden und auch Lösungsmittel sind verboten.

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Natives Olivenöl oder auch Olivenöl vergine genannt, ist die Güteklasse zwei. Hier liegt der Säuregehalt etwas höher und es ist nicht ganz fehlerfrei. Kaltgepresst wird es allerdings ebenfalls.

Steht einfach nur Olivenöl auf der Flasche, handelt es sich um Güteklasse drei. Hier wird meist mit Hitze gearbeitet und es werden, um den Geschmack zu verbessern, weitere Öle hinzugefügt.

Oliventresteröl ist Güteklasse vier, wenn es um Olivenöl geht. Dieses Öl besteht ausschließlich aus den Resten, also dem Ölbrei, aus dem mit chemischen Lösungsmitteln noch Öl gewonnen werden kann. Güteklasse vier ist daher ein minderwertiges Olivenöl, was auch nicht gut schmeckt.

Inhaltsstoffe

Olivenöl ist vor allem reich an gesunden Fetten und Inhaltsstoffen. Wie bei allen Ölen, ist der Kaloriengehalt zwar hoch, dafür sind im Olivenöl aber Vitamin A, Vitamin E, Magnesium, Phosphor, sowie ein hoher Anteil an einfachen und mehrfach ungesättigten Fettsäuren enthalten.

Polyphenolen sorgen dabei für den Geschmack. Hier handelt es sich um Bitterstoffe, die ebenfalls äußerst gesund sein sollen. In einer Flasche Olivenöl, ist demnach viele gute Inhaltsstoffe enthalten.

Anwendungsgebiete von Olivenöl

Am besten wird Olivenöl gar nicht erhitzt, sondern direkt über das Essen gegeben. Das geht bei Salaten, wie bei Kaltspeisen oder Vorspeisen. In den Mittelmeerländern werden auf die Weise viele Gerichte verfeinert.

Weil gutes Olivenöl wie Genussmittel ist, schmeckt es auch nach etwas. Es besitzt einen Eigengeschmack, der zu fast allen Speisen passt, wenn er dezent zum Einsatz kommt.

Olivenöl kann selbstverständlich auch zum Braten genutzt werden, sollte dabei aber nicht zu heiß werden. Also lieber auf niedriger Flamme Braten, damit keine Schadstoffe entstehen.

Worauf Sie beim Kauf von Olivenöl achten sollten

Wenn Sie ein teures Olivenöl kaufen möchten, sollte es dort gekauft werden, wo es auch verkostet werden kann. Dort kann das Öl gerochen und analysiert werden, bevor Sie sich für den Kauf entscheiden.

Wer mit dem Olivenöl braten möchte, sollte außerdem schon beim Kauf darauf achten, dass es sich um gefiltertes Olivenöl handelt. Beim einen ungefilterten Olivenöl, entstehen Schadstoffe, wenn es erhitzt wird.

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Am Ende gilt bei Olivenöl dasselbe wie beim Wein. Geschmäcker sind verschieden und jeder muss seine Favoriten finden und ausprobieren. Da Olivenöl gut schmeckt, macht das Probieren sicherlich viel Freude und bald schon haben Sie ihr persönliches Lieblingsöl gefunden.

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Häufig gestellte Fragen zu Olivenöl

Am Ende klären wir noch einmal kurz und knapp, alle wichtigen Fragen, die beim Thema Olivenöl auftauchen:

Ist Olivenöl ein Pflanzenöl?

Ja, Olivenöl ist ein Pflanzenöl und stammt, der Name verrät es, von dem Fruchtfleisch und dem Kern einer Olive.

Welches Ölivenöl ist neutral?

Olivenöl wird gerade deshalb verwendet, weil es nach etwas schmeckt. Wie guter Wein, hat jedes Olivenöl seinen eigenen Geschmack.

In welche Güteklassen wird Olivenöl eingeteilt?

Es gibt vier Güteklassen Olivenöl, wobei wir nur die erste und zweite Güteklasse empfehlen würden.

Was ist das gesündeste Olivenöl?

Olivenöl der Güteklasse eins ist besonders rein und daher auch besonders gesund. Allgemein gilt aber, dass Olivenöl grundsätzlich sehr gesund sein soll.

Was bedeutet extra natives Olivenöl?

Natives Olivenöl extra ist, genau wie Olivenöl extra vergine, die Bezeichnung für Olivenöl der Güteklasse eins. Es handelt sich also um besonders reines und naturbelassenes Olivenöl.

Welche Fettsäuren sind in Olivenöl?

In Olivenöl ist ein hoher Anteil an einfachen und mehrfach ungesättigten Fettsäuren enthalten.

Was bedeutet Virgin bei Olivenöl?

Olivenöl extra vergine beschreibt, wie auch Natives Olivenöl extra, bestes Olivenöl der Güteklasse eins.

Kann Olivenöl erhitzt werden?

Ja, es sollte aber 180 Grad nicht überschreiten. Wer mit Olivenöl brät, sollte dies demnach langsam und auf niedriger Temperatur tun.

Eignet sich Olivenöl zum Braten oder Backen?

Ja, es sollte dabei aber niemals über 180 Grad erhitzt werden, da sich sonst Schadstoffe bilden und der Geschmack beeinträchtigt wird.

Ist Olivenöl antibakteriell?

Olivenöl enthält die Substanz Oleuropein, die unter anderem wohl auch antibakteriell wirken soll.

Wie wird Olivenöl richtig gelagert?

Olivenöl sollte dunkel und kühl gelagert werden. Hitze schadet dem Öl, ebenso wie Licht oder Sauerstoff. Die Flasche also gut verschließen und dort ins Regal stellen, wo am wenigsten Licht und Wärme hingelangt.

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