Gibt es einen Unterschied zwischen Kokosöl und Kokosfett?

Was ist der Unterschied zwischen Kokosöl und Kokosfett? Diese Frage wird oft gestellt. Doch gibt es tatsächlich einen Unterschied?

Unterschied Kokosöl und Kokosfett

Die Antwort ist nein. Ob Sie Kokosöl oder Kokosfett verwenden, bestimmt sich allein durch die Umgebungstemperatur. Lediglich die vorherige Behandlung des Öls kann zu qualitativen Unterschieden führen. Die Industrie differenziert vornehmlich zwischen kaltgepresstem, nativen Kokosöl und desodoriertem, gehärteten Kokosfett.

Was ist Kokosöl?

Kokosöl (Oleum cocos) wird aus dem getrockneten Fruchtfleisch der Kokosnuss, der Kopra, gewonnen, ist klar, ungefärbt und wässrig und erinnert geschmacklich im naturbelassenen Zustand nur leicht an Kokosnuss. Es besitzt einen niedrigen Schmelzpunkt, weshalb sich Kokosöl bereits ab 24 °C, also Zimmertemperatur, in Öl verwandelt.

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Kokosöl ist im desodorierten (raffinierten) Zustand mit etwa 92 g pro 100 g (nativ: 80 g) reich an gesättigten Fettsäuren, wie Laurinsäure mit 46,7 g (nativ: 48,9 g), Myristinsäure mit 19 g im nativen Zustand, Palmitinsäure mit 8,1 g (nativ: 8,7 g), Caprylsäure mit 8,0 g (nativ: 7,3 g), Ölsäure mit 7,2 g (nativ: 5,4 g) und Caprinsäure mit 5,9 g (nativ: 6,1 g).

Ebenso enthalten sind Stearinsäure mit 2,5 g (nativ: 3,1 g), Linolsäure mit 2,2 g (nativ: 0,8 g), Alpha-Linolensäure mit 0,05 g (nativ: 0,05 g), Arachinsäure mit 0,1 g (nativ: 0,1 g) und Eicosensäure mit 0,01 g (nativ: 0,05 g).

Insgesamt enthält Kokosöl im desodoriertem und auch nativen Zustand einen Fettanteil von 99,8 g pro 100 g. Daher enthält das Öl fast bis gar keine Kohlenhydrate, Proteine, Salze und Zucker. Trotz der nicht vorhandenen Kohlenhydrate besitzt das Öl einen Brennwert von 828 kcal pro 100 g. Damit eignet sich Kokosöl zum Abnehmen.

Was ist Kokosfett?

Kokosfett ist nichts anderes als Kokosöl, nur in verfestigter Form. Kokosfett entsteht, wenn die Umgebungstemperatur unter 24 °C liegt. Dann wird aus dem klaren Kokosöl eine weiße bis leicht gelbliche streichbare Masse, die Kokosfett genannt wird. Wird Kokosfett bei niedrigen Temperaturen, beispielsweise im Kühlschrank gelagert, so lässt sich das Fett wegen seiner Aushärtung nicht mehr streichen.

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Was ist der Unterschied zwischen desodoriertem und nativen Kokosöl?

Natives Kokosöl enthält einen hohen Anteil an mittelkettigen Triglyceriden sowie einige Vitamine, vor allem Vitamin E, und Mineralien. Unbehandeltes Kokosöl hat einen leichten Kokosgeschmack und Duft. Desodoriertes Kokosfett hingegen ist geruchs- und geschmacksneutral. Bei desodoriertem Kokosöl werden sämtliche Duftstoffe (Odors) herausgefiltert. Vitamine sind hitzeempfindlich, weshalb sie bei der Filterung größtenteils zerstört werden. Häufig wird Kokosfett desodoriert verkauft und Kokosöl im naturbelassenen Zustand.

Ist Kokosöl tatsächlich zum Braten, Backen und Kochen geeignet?

Mit Kokosöl und auch Kokosfett können Sie hervorragend braten, backen und kochen, da das Öl einen hohen Rauchpunkt aufweist.

Wozu werden Kokosöl und Kokosfett verwendet?

Kokosöl und Kokosfett werden hauptsächlich in der Küche und in der Kosmetik eingesetzt. Kokosöl wird häufig bei der Eis- und Schokoladenherstellung sowie als Speisefett verwendet.

In der Kosmetik wird das Öl insbesondere in Shampoos, Sonnenschutzcremes, Seifen, Massageölen und vielen weiteren Hygienemitteln eingesetzt.

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Fazit: Nativ oder desodoriert? Welches Kokosöl ist besser?

Dies hängt davon ab, was Sie bevorzugen. Naturbelassene, native Kokosöle eignen sich insbesondere zur Körperpflege, aber auch in der Küche. Desodorierte Kokosfette können Sie beispielsweise dann einsetzen, wenn kein Kokosgeschmack oder –duft erwünscht ist.

Dies ist häufig in der Küche der Fall, weshalb desodorierte, gehärtete Kokosfette als Speiseöle eingesetzt werden. Sie werden gewöhnlich als Blöcke verkauft und schmelzen beim Braten. Allerdings enthalten native Kokosöle Vitamine, weshalb die gesündere Variante ein naturbelassenes Öl ist.

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